Über Magic Almond

Die Magic Almond versteht sich als Ort der relationalen Ästhetik und als partizipative Performance. Die Funktionsweise einer Allmend basiert auf Kooperativen und die Magic Almond ist ein Ort, an dem künstlerisch mit Kooperation zwischen BesucherInnen und KünstlerInnen experimentiert wird.

The Magic Almond – Titel und Bedeutung

In meiner Recherche darüber, was eine Allmend ist, stiess ich auf den von Soziologie und Wirtschaftswissenschaft geprägten Begriff ‚Die Tragik der Allmende‘ (The tragedy of the commons). Damit gemeint ist die oft beobachtete Tatsache, dass wenn ein freies Gut für alle gleichermassen verfügbar ist, die Beteiligten die kurzfristige Befriedigung eines Bedürfnisses einer langfristigen, dem Gemeinwohl dienenden Umgangsweise mit dem Gut vorziehen. Als Beispiel wird die Überfischung der Weltmeere genannt. In dem ich den Raum aber Magic Almond und nicht Tragische Allmend nenne, bedeutet dies eine künstlerische Gegensetzung, gegen das globale Problem des gegenwärtigen ökonomischen Zustandes.

Ankerpunkt Kooperationen

Der Publizist Paul Mason sagte in einem Interview in der ZEIT, dass wir uns in den nächsten 100 Jahren in eine postkapitalistische Mischwirtschaft verwandeln werden, die von Kooperationen bestimmt sein wird.

„Die Technologie bringt den vernetzten, hoch informierten Menschen hervor und eine Ökonomie der kostenlosen Dinge. Der kooperative Non-Profit-Sektor wächst, in dem der Wert vieler Dinge nicht mehr in ihrer Verkäuflichkeit liegt, sondern in ihrer gemeinsamen Nutzbarkeit, und überall entstehen revolutionäre neue Mischformen zwischen Markt, Staat, Gemeineigentum und Technik.“ (Paul Mason in DIE ZEIT No. 16/2016)

Die Magic Almond ist ein Experimentiergefäss für kooperative Kunstproduktion. Ich möchte mit vielen verschiedenen KünstlerInnen und BesucherInnen der Allmend zusammen arbeiten, um Aktionen für die Magic Almond auszudenken.

Einbezug der NutzerInnen der Allmend

Während dieser Zeit werde ich viele Gelegenheiten haben, mit BesucherInnen ins Gespräch zu kommen, und mein Ziel ist es, im Dialog mit ihnen neue Formate und Aktionen für die Magic Almond zu entwickeln. Es soll also Platz haben für beides: KünstlerInnen führen ihre Kunstaktionen durch, aber auch Allmend-BesucherInnen können eigene Initiativen vorschlagen. Das Reizvolle an partizipatorischen Kunstformen ist, dass das Unvorhersehbare ein gewollter Bestandteil eines Projekts werden kann.

E. O.

 

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