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Miko Hucko

Food & Thoughts on the Common

Cooking for Comrads/Neuschreibung der Allmend Geschichte

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Die Geschichte der Allmend
– wichtige historische Ereignisse in chronologischer Reihenfolge
festgehalten am 20. August 2017

um das Jahr 0 herum befand sich auf dem Hügel der grossen Allmend, den wir von der Strasse aus sehen, eine Mistkäferopferungsstätte.
da dieser Hügel von einem bestimmten Blickwinkel her aussieht wie ein Venushügel, war er der Venus geweiht worden.
um die Göttin um Fruchtbarkeit zu beten, wurden die Mistkäfer hier verbrannt – und versprühten ihr läuterndes Aroma von hier aus über die gesamte Gegend.
dieses Ritual wurde, soweit es den Geschichtsschreibenden bekannt ist, nur ein einziges Mal im Frühjahr durchgeführt. eigentlich sollte es ein jährliches Frühlingsritual werden, dem Jahr einen religiösen Rhythmus verleihen und so die Allmend zur Brutstätte eines neuen Subkultes werden.
doch dann passierte die Geschichte mit Jesus und dem Christentum und jetzt feiern wir alle Ostern.

oben, in der Mitte des Hanges fand hier im Sommer des Jahres 1312 die erste Beschwörung des Allmendgeistes statt. dieses Ritual trug den Titel Magick Allmönd und wurde zum den zunehmenden Halbmond ausgerichtet.
der Allmendgeist erschien und teilte mit: “es ischt an der Zyyt, dass gly alles allne ischt”. so initiierte er die Allmend in Bern, ihre Gründung unter diesem uranarchischen Slogan. diese Fläche, die allen gehörte, gehört und gehören wird, war ein wichtiger erster Schritt im revolutionären Kampf.

im Herbst des Jahres 1500 ging Nicola von der Flüeli dort, wo heute die Autobahn die Allmend teilt, öfters spazieren. bei einem Spaziergang entdeckte er einen riesigen Fussabdruck, den er dem Wesen Krykkit zuordnete. in seinem Tagebuch schrieb er von einem zugehörigen Traum von einem Spiel mit breiten Schlägern und drei Stöcken.
so treffen sich auch heute noch jeden Sontag die Anhänger des Krykkit-Kultes auf der Allmend, um dem Mythos zu huldigen und spielen etwas mit breiten Schlägern, drei Stöcken und einem Ball, dass dem Traum um das Wesen wohl nahe kommen mag.

1796, auf der Mitte der Wiese der heutigen grossen Allmend, ein heftiges Sommergewitter. die gesamte Fläche ist zu dieser Zeit von einem Wald der Bernburger bedeckt, die den Geist der Allmend verleugnen und diesen Wald privatisiert haben – ausschliesslich die Burger dürfen hier flanieren, spazieren und jagen, sehr zum Unmut der niederen Stände.
ein Blitz schlägt ein Anfang August, und dieser Blitz ufert zu einem Waldbrand aus, der die ganze Allmend reinigt. die Unterschicht wertet den “Grossen Allmendbrand” als Zeichen des Geistes und Gottes, dem sich auch die Bernburger nicht verwehren können, eine Revolte beginnt.
die Bernburger geben klein bei, und mit diesem Blitzscheinschlag fällt die gesamte alte Standesordnung in sich zusammen.

auf dem Kiesplatz der grossen Allmend hing 1989 ein grosses Bild einer Taschenlampe, was bei vielen Berner*innen für Verwirrung sorgte. tatsächlich markierte es den Treffpunkt der Gruppe “geheimes” Guerillakino Bern. die Gueriller@s klauten Filmrollen in den grossen Kinos oder druckten einzelne Bilder auf Projektorfolie aus. diese projizierten sie dann mittels starker Taschenlampen erst an die gegenüberliegende Hotelhauswand, später breiter in der Öffentlichkeit.

oben am Hang der grossen Allmend, da, wo heute die zwei Bäume, zwei Bänkli und ein Ghüder als Denkmal stehen, stand für kurze Zeit – nämlich nur während des Jahres 2001 – das “Unter den Linden”, eine Notschlafstelle. dieses wunderhübsche Wabengebäude mit 42 ausziehbaren Schlafschubladen war vom japanischen Architekt Hakira Kunsukami erschaffen und benannt worden. leider hatte der Architekt Bern und Berlin sowie Linden und Buchen verwechselt, was allen ein bisschen peinlich war. deswegen – und weil das Umsonstübernachten finanziell überhaupt nicht rentierte und nicht die erhoffte Prestige brachte, liess der Stapi das “Unter den Linden” Ende Jahres ganz im Stillen wieder abreissen und bemühte sich, jegliche historische Notiz davon zu vernichten.

wir schreiben das Jahr 3017. die gesamte Allmend ist der Schildkrötenlandeplatz der Götter. diese haben beschlossen, hoch oben vom Olymp runterzukommen und fortan auf dem Rücken der fliegenden Schildkröte zu leben, um näher und flexibler bei den Menschen zu sein.

 

Das Portal

Yvonne Lanz & Friends

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Videospaziergang

Philip Ortelli

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Kollektive Hond in the Pot (Pop-Up Show)

Maria Demandt und Joe Grin

Kollektive Hond in the Pot

Trying to find out how small we are and if we matter at all in the vastness of the Grosse Allmend. An undramatic pragmatic parade of 3 hours with lifevests. Maria Demandt, Guilherme Marinheiro, Vittorio Gonzo Bertolli, Ernestyna Orlowska &  Jesica Bastidas.

 

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I Want To Hold Your Hand mit Simona Ferrar

Simona hat keine Hände gehalten, aber in einer One on One Performance den Besuchern Geschichten über Geld, Liebe und Gesundheit gesprochen.

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Alebrije Service Station mit Jesica Bastidas

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Surprise I

Slow Motion Picknick: Sechs Fussballmannschaften und ihre Fans wurden mit Ersbeeren und Rahm gefüttert

 

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Eröffnung

Leider musste Maya Minder die Magic Almond Eröffnung kurzfristig absagen, dafür wurde mit der Hilfe von Jesica Bastidas in Windeseile eine improvisierte Teeparty mit Goodies auf die Beine gestellt. Aus dem Innern erklang eine Soundinstallation die die Besucher sich auf dem Schaukelbett zu Gemüte führen konnten.

 

 

 

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